Die Dramatische Republik präsentiert:

WEISSAGUNG

PROGRAMM

WEISSAGUNG

Berlin, 24. April 2021. Keiner weiß, wie es weitergehen soll. Alle sehnen sich nach Sicherheiten, verläßlichen Botschaften. Die Vorhersagen zur Entwicklung der Pandemie folgen aufeinander in fieberhaftem Rhythmus. Propheten stehen hoch im Kurs. Gemeinsamkeit, Theater ist wie vieles andere verboten. Alles ist gefährlich. Was tun?

Unsere „Weissagung“ (Text: Peter Handke) bietet für diese Situation keine Hilfe, sie hat keine Botschaften. Noch nicht einmal die eine, daß es keine verläßlichen Botschaften gibt oder die, daß alle Weissagungen an sich schon absurd sind. Unsere Performance besteht aus Metaphern, die als Voraussagungen in die Zukunft projiziert werden. Aber jeder Satz für sich ist sinnlos. "Es steckt nichts dahinter, auch nicht zwischen den Wörtern und Zeilen". Vier Sprecher/Propheten, die im öffentlichen Raum, an nicht als Theater erkennbaren Orten in Rixdorf auftreten, einzeln oder als Chor, wollen diesen Metaphern zumindest zu einem Widerhall in der Gegenwart verhelfen.

Oder wie Osip Mandelstam sagt:
Wo beginnen?
Alles kracht in den Fugen und schwankt.
Die Luft erzittert vor Vergleichen.
Kein Wort ist besser als das andre,
die Erde dröhnt von Metaphern


Aufführungen am 18. und 19. Juni, jeweils um 18:00 und 19:00 Uhr, an noch zu bestimmenden Orten in Rixdorf/Neukölln und am Haus der Statistik in Mitte.

Von und mit:
Lea Barletti, Harald Wissler, Daniel Wittkopp, Werner Waas

TERMINE

Sa. 19.06
19:00 bis 20:00 Uhr
Prozession von der „Dramatischen Republik“ am Esperantoplatz zur „Dramatischen Republik“ am Esperantoplatz